Wie uns besonders belastende Situationen krank machen können

Allgemein

Es gibt Ereignisse oder Umstände, die das Leben auf den Kopf stellen und die Körper und Psyche nicht einfach so wegstecken können. In manchen Fällen und besonders belastenden Situationen entwickeln sich Symptome, die einer psychotherapeutischen Behandlung bedürfen.

Haben Sie evtl. Ihre Arbeit verloren oder müssen einen Trauerfall verkraften? Hat sich etwas in Ihrem Leben schlagartig verändert und Sie finden nicht zur Normalität zurück?

Wenn uns das Leben einmal so richtig aus der Bahn wirft und wir Probleme haben, wieder in die richtige Spur zu kommen, diagnostizieren Psycholog:innen möglicher Weise eine Anpassungsstörung. Ihre Symptome werden in einem direkten Zusammenhang entscheidender Lebensveränderungen oder belastender Lebensereignisse gesehen. Auch Liebeskummer darf man an dieser Stelle nicht verachten, denn er ist meist die Folge eines konkreten Ereignisses und wird von unserer Psyche ähnlich wie ein Trauma verarbeitet.

Die Folgen einer Anpassungsstörung können erfolgreiche Bewältigungsstrategien behindern und unsere “Funktionsfähigkeit” im Alltag stark beeinträchtigen.

In diesem Blogbeitrag erfahren Sie:

  • Wann sprechen Psychotherapeut:innen von einer Anpassungssörung?
  • Was sind mögliche Symptome?
  • Wie geht man bei der Behandlung vor?

Krankheitsbild Anpassungsstörung

von Dr. Carolin Marx-Dick

Die Symptome einer Anpassungsstörung können sehr unterschiedlich sein. Personen können sowohl depressive, ängstliche oder psychosomatische Symptome entwickeln. Nachstehend finden Sie eine Liste von Symptomen, die man in solchen Fällen beobachten kann. Bei jedem Behandlungsfall können verschiedene Kombinationen dieser Anzeichen sein.

  • Schlafstörungen
  • Interessenverlust
  • Freudverlust
  • Antriebsmangel
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Innere Unruhe
  • Appetitverlust
  • Ängste jeglicher Art (z.B. Sorgen um die
  • Zukunft, oder die Gesundheit)
  • Panikattacken
  • Vegetative Körpersymptome (Herzrasen, Hitzewallungen, Schluckbeschwerden, Druck auf der Brust etc), für die keine organische Ursache gefunden wurde
  • Geringes Selbstvertrauen
  • Angst vor Misserfolgen
  • Unfähigkeit zu entspannen, Nervosität
  • Reizbarkeit
  • Verspannungen

Die Symptombelastung ist bei einer Anpassungsstörung leichter, als bei einer manifesten Depression oder Angststörung. Schlafstörungen sind dabei ein sehr häufiges Frühwarnzeichen und können sich recht schnell verselbstständigen und somit zu einer akuten Erkrankung führen. Dies möchten wir gerne mit Ihnen verhindern.

Benötigen Sie therapeutische Hilfe?

Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf. Wir können Ihnen sowohl in der Praxis in Dresden, als auch online in Videosprechstunden zur Seite stehen.